Lernen an Stationen

Lernen an Stationen

Grundidee
Den Schülern werden Lernstationen
angeboten, an denen sie selbständig, in
beliebiger Abfolge und häufig auch in
frei gewählter Sozialform arbeiten
können.


Aufgaben des Lehrers
• Ausgangspunkt: Auswahl eines Themas
• 1. Schritt:
– didaktisch-methodische Aufbereitung und Gliederung in Teilthemen (6-10 Stationen)
– Festlegung des Zeitrahmens (max. 8 Std.)
• 2. Schritt:
– Festlegung von Pflicht- und freiwilligen Stationen
– Differenzierung der Aufgabenstellung nach Leistung
– Ermöglichung von verschiedenen Sozialformen an den Stationen
– Formulierung von Aufgaben, die viele Sinne ansprechen
• 3. Schritt:
– Aufbau der Stationen im Raum (z.B. farbige Kennzeichnung)
– Laufzettel erstellen
– Bereitstellung von Kontrollmöglichkeiten an den Stationen

Rolle des Lehrers
• Der Lehrer tritt aus dem Mittelpunkt des unterrichtlichen Geschehens in den Hintergrund.
• Wird zum Initiator und Moderator von Lernprozessen, zum Berater und Moderator.
• Auseinandersetzung mit einzelnen Schülern ist möglich.
Verlauf
Einstieg:
– Schüler erfahren, was sie an den Stationen erwartet.
– eventl. Hinweise zur Überprüfung der Ergebnisse.
– Erläuterung des Laufzettels – auf dem erledigte Aufgaben abgehakt werden können.

Arbeit an den Stationen
• Schüler absolvieren die Stationen mit Hilfe der Materialien selbständig und eigenverantwortlich – sie legen die Reihenfolge selbst fest.
• Sie teilen ihre Zeit selbst ein.
• Sie überprüfen ihre Ergebnisse selbständig an den Stationen.
Abschluss
• z.B. in Form eines Sitzkreises
– Schüler geben Rückmeldung
– Vorstellung der Ergebnisse
Vorteile
• Individuelles Arbeitstempo sowie unterschiedliche Bearbeitungsart werden akzeptiert.
• Dem natürlichen Bewegungsdrang der Schüler kann entsprochen werden.
• Die Selbständigkeit der Schüler kann durch entsprechende Erfolgserlebnisse gefördert werden.
• Das Lernen einzelner Schüler wird transparenter.
• Unterschiedliche Sozialformen werden angeboten.
• Der direkte Handlungsdruck im Unterricht wird abgebaut.
• Die individuelle Auseinandersetzung mit einzelnen Schülern ist möglich.
• Der Lehrer erhält mehr Möglichkeiten zum distanzierten Beobachten.

Risiken
• Direkte und dauernde Überprüfung ist nicht möglich, aber auch nicht erwünscht.

Literatur:
Bauer, R.: Schülergerechtes Arbeiten in der Sekundarstufe I: Lernen an Stationen. Berlin 1997.

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